Forschungsreise Ärger

Auf vielen Ebenen gibt es im Leben viel Ärger und Wut über viele mögliche Zustände und Themen. Die sozialen Netzwerke haben vielleicht eine Schleuse geöffnet, dass Menschen ihren Ärger sehr viel heftiger und aggressiver kundtun und schnell verbreiten können. Vieles scheint überhitzt, richtungslos und gleichzeitig berechtigt. Wie kann ich meinen Ärger erforschen? Es ist hilfreich, die Verantwortung für die eigenen Gefühle zu übernehmen. Das bedeutet, dass nicht mein Gegenüber an meinem Ärger schuld ist, sondern der Auslöser meiner Gefühle ist. Folgende Fragen helfen den Fokus zu ändern und gleichzeitig wieder in eine bessere Selbstbeziehung zu gelangen. Welche Situation löst bei mir den Ärger aus? Welche Gedanken und Urteile fliegen durch meinen Kopf? Was fühle ich? Welche Bedürfnisse sind unerfüllt? Weiterlesen

Einen Moment innehalten

Alljährlich freue ich mich  auf und über den Adventskalender: Der andere Advent 2015/16. Jeden Tag kurz innehalten und sehr ansprechende Beiträge lesen. Der Brief von Courtney A. Walsh hat etwas in mir berührt.

Lieber Mensch:

Du hast es falsch verstanden! Du bist nicht hier, damit die bedingungslose Liebe gelingt. Die ist dort , woher du kamst und wohin du gehen wirst. Weiterlesen

Wandern und Coaching, die RausZeit mit Ideenhochdrei

Es war eine außergewöhnliche Wanderung auf dem Wildnistrail in der Eifel in herbstlicher Landschaft. Es gäbe so vieles zu berichten und zu betonen, wie sich viele der Teilnehmenden auf den inneren und äußeren Weg gemacht haben. Da ja auch das Erzählen eine Konstruktion der Realität ist und ich bei weitem nicht wiedergeben kann, was da in dieser Woche – von der einige sagten, sie wäre ihnen wie drei Wochen vorgekommen – alles passiert oder nicht passiert ist. Deshalb habe ich mich entschlossen, in diesem Blog einfach ein paar Eindrücke zu beschreiben.

Der Anfang, ankommen, beschnuppern, sich den Dingen stellen. Es gab ja Gründe hier mit zu wandern und für viele war es eben nicht nur das Wandern in der Natur sondern die Selbsterkundung. Viel Neues für die Teilnehmer: die Abläufe, die verlangsamte Kommunikation in den Morgen- und Abendrunden, die morgendliche Meditation, das Abendlied, das Übernachten in Mehrbettzimmern. In einer Jugendherberge gab es wirklich noch wie vor langer, langer Zeit den roten Hagebuttentee. Weiterlesen

Raus aus dem Karpman Dreieck mit Empathie

Das sogenannte Karpman Dramadreieck, das der kalifornische Psychologe Stephen Karpman (1968) entwickelt hat und später im Bereich der Transaktionsanalyse (TA) angewendet wurde, kenne ich schon lange. Im Rahmen einer Fortbildung ist es mir kürzlich wieder begegnet. Es bleibt gerade im Kontakt mit Menschen weiterhin aktuell und ist sehr hilfreich, Konflikte besser zu verstehen und die dramatischen Rollen bewusst zu erkennen. Denn wer mit Menschen zu tun hat und das ist eigentlich jeder, kann sich schnell verstricken in Muster, die nicht dienlich sind. Die Transaktionsanalyse steht in der Tradition humanistischer Psychologie. Weiterlesen

Humor im Alltag – schenken Sie sich öfter ein Lächeln

Eine kürzlich an mich gestellte Anfrage ob ich noch Unternehmenskabarett anbieten würde,  hat mich auf die Idee gebracht, in diesem Blog über Humor zu schreiben. Am Anfang meiner Selbstständigkeit bot ich Workshops an, an denen mein Alter Ego Antonella Torso (siehe Foto) sozusagen als Eisbrecher über die Schreckensbilder beruflichen Alltags berichtete. Antonella Torso wird nicht mehr auftreten. Der Geist der Figur wird bei meiner Arbeit weiterhin eine große Rolle spielen. Humor ist die schönste Nebensache der Welt und durch Unter- oder Übertreibung ist eine humorvolle Distanz zu alltäglichen Konflikten möglich. Dadurch entsteht Leichtigkeit. Ein Schmunzeln über sich selbst wird möglich, die Selbstbeziehung wird positiv erlebt. Weiterlesen

E-Buch-Tipp für den Urlaub: Tabaksliebe. Ein Sommer zu Zeiten des Ersten Weltkriegs

Heute möchte ich eigener Sache bekannt geben, dass ich das Buch „Tabaksliebe“ im E-Book-Format über die Zeit des Ersten Weltkriegs im Anbaugebiet des deutschen Tabaks in Nordbaden veröffentlich habe.

Im März dieses Jahres ist bei allen großen Online-Anbietern das E-Book „Tabaksliebe“ erschienen, das in der Region von Nordbaden spielt und die Geschichte von Eugen und Elise zu Zeiten des Ersten Weltkrieges erzählt. Wer erinnert sich noch, dass damals in dieser Region Tabak angebaut wurde und der Tabak für das (Über) Leben der Menschen eine große Rolle spielte? Ich habe mir von meiner Großmutter und Mutter die Geschichten ihrer Vergangenheit erzählen lassen und aufgeschrieben. Weiterlesen

Ambivalenz und Zerrissenheit als Kompetenz – ein Königsweg für bereichernde Synergie

Da saß ich im Kurs von Dr. Gunther Schmidt im Milton Erickson Institut im schönen Heidelberg und sinnierte, was mich bewogen hatte, mich für diese Fortbildung anzumelden. Mein eigenes Unvermögen und mein schlechtes Gewissen, Dinge zu entscheiden oder Entscheidungen vor mir herzuschieben. In solchen Situationen habe ich mindestens „zwei Seelen ach in meiner Brust“, und es gibt noch weitere innere Stimmen.

Bewogen hat mich außerdem, wie gehe ich mit der Zerissenheit meiner Klienten um, die sich nach einer Veränderung sehnen aber doch nichts ändern wollen? Immerhin bezahlen sie mich ja dafür, dass ich mit Ihnen neue Wege und Lösungen entwickle. Weiterlesen

Selbstfürsorgekompetenz und Wertschätzende Kommunikation, wie geht das denn?

Es ist gar nicht so einfach, wertschätzend zu bleiben, wenn sich mein  Kunde nicht an die Regeln hält oder? „ Der müsste doch wissen, wie man sich zu verhalten hat!“ „ Der müsste doch wissen, dass das so nicht geht.“ Solche Konflikte höre ich in meinen  Workshops  immer wieder. Erwartungen, die nicht erfüllt werden, stehen im Raum. Ärger, Frust  und Ohnmacht schwingen mit.

Eigentlich sind die Klienten gekommen, um mit den Kunden besser zurecht zu kommen. Es erstaunt viele, dass es erst einmal gar nicht so sehr um die Kunden geht, sondern um sie selbst. Weiterlesen

Liebe in Zeiten des Computers

Beginnen möchte ich das Jahr mit diesem Text als heitere Anregung. 

AnruferIn: Hi, ich habe hier ein neues Programm, das würde ich gern auf meinem persörsönlichen Rechner installieren. Es heißt “LIEBE”. Was soll ich denn da zuerst machen?

Hotline: Auf ihrer Festplatte gibt es eine Partition HERZ. Haben Sie die?

AnruferIn: Ach so, das ist der Trick! Ich habe es immer auf der Hauptpartition KOPF versucht. Ich probiere das einmal … Mist, HERZ ist aber ziemlich voll! Weiterlesen